Schlanke, infrarotaktive Dämmung für Ihr Haus

(Wärmetransport, Dämmung, neue Methode, IR-Reflexion,Wärmestrahlung, Bauphysik 2.0)
Dieser Artikel erschien in: Green Tec 01/2006

Die neue ENEV 2014 geht den Weg immer dickerer Dämmungen, ohne hierbei auf die grundlegenden physikalischen Transportmechanismen einzugehen.

Dieser Bericht beschreibt eine neue, schlanke Methode/Produkt um die Wärme im Haus zu belassen, wobei die geringe Dämmdicke der Folie im Umkehrschluss weniger direkte Kosten aber auch mehr Wohnfläche in Quadratmeter bedeutet.

Insbesondere im Dach kann ein effizienter AuŒfbau bei der Sanierung teure extra Konstruktionen (Dachsparrenaufdopplung) ersparen, das Innenvolumen erhalten.

Wärmetransport im Gebäude

Es gibt drei Arten von Wärmetransport , die in Gebäuden wirken. Dies sind Wärmeleitung, Konvektion und Strahlung. Diese werden erläutert.

Leitung

Wenn man die Hand auf den Boden mit Fussbodenheizung legt, dann bemerkt man die Wärme vom Boden (Wasserrohre, Elektrodrähte) durch die höhere Temperatur unmi— elbar. Je nach Material (Teppich, Parke— ,…) ist der Temperaturunterschied kleiner oder größer. Wenn diese Wärmeleitung „schlecht“ ist, spricht man von Dämmung. Die Kenngröße ist etwa die Wärmeleitfähigkeit λ

Konvektion

Befindet sich im Haus ein älterer Heizkörper, so gibt dieser im Winter Wärme ab. Nun ist dieser Heizkörper aber ein Hybrid, er gibt Wärme sowohl durch Konvektion als auch Strahlung ab. Ist der Heizkörper hinter/unter Verkleidungen eingebaut, so erkennt man die Konvektion an der warmen LuŸ , die nach oben strömt. Steht der Heizkörper frei, so fühlt man mit etwas Interesse im Winter auch die Strahlung im Gesicht. Die Anteile sind etwa 50 : 50 Prozent, was man erstaunt feststellen wird. Damit ist schon alles gesagt, jetzt muss man nur logisch weiterdenken.

Jeder Körper strahlt Wärme ab

Neue Methoden der Effizienz

Innenisolation mit Effizienzhaus-Standard. Auch geschwungene Flächen sind kein Problem.

Innenisolation mit Effizienzhaus-Standard. Auch geschwungene Flächen sind kein Problem.

Strahlung im Detail

Die oftŸ unterschätzte, weil leider „nicht sichtbare“ Strahlung ist der Grund für Leben auf der Erde. Die Sonne liefert über eine riesige Entfernung Wärme auf die Erde.

Das Naturgesetz hierfür gilt aber auch in jedem Haus.

Wärmestrahlung ist proportional T 4

Die Wärmestrahlung der Sonne, aber auch jedes anderen Körpers wird durch die 4. Potenz der Temperatur des strahlenden Körpers beschrieben. Dabei ist wegen dem großen T aber nicht oC gemeint, sondern die absolute Temperatur. Bei dem Heizkörper also 273 K + 60 K = 333 K.

Das in die 4. Potenz gesetzt < 12.296.370.321 > erklärt, warum die Strahlung ein dominanter Teil des Wärmetransports ist. Bei der Sonne ist die Temperatur allerdings erheblich höher.

Bauphysik 2.0

Dies uralte Prinzip wirkt im Haus ebenso, wenn man etwa Wärmestrahlung reflektiert. Es gibt zwar durch andere Effekte Abschwächungen, aber Heizstrahler im Infrarotbereich (nur dort ist es sinnvoll) haben fast alle einen Aluminium Reflektor um die Strahlung auf eine kleine Fläche zu reflektieren.
An Stelle von Aluminium als Reflektor gibt es Möglichkeiten, etwa wie hier mehrere Folien mit einer IR (Infrarot) reflektierenden
Schicht zu versehen. Der Anteil des Wärmetransports in einem Haus mit Fenstern liegt mit 90% bei Strahlung.

Es gibt also gute Gründe bei einer zweiten Durchsicht der Energieeffiziens von Immobilien insbesondere die Strahlung zu ermöglichen, zu optimieren und bei den Messergebnissen unvoreingenommen anzuerkennen.

Lu..Po. Therm GOLD mit 13 Schichten, bestehend aus 4 x 2 konvektiven Distanzen und 5 Funktionsschichten für die vollständige IR-Reflexion

Lu..Po. Therm GOLD mit 13 Schichten, bestehend aus 4 x 2 konvektiven Distanzen und 5 Funktionsschichten für die vollständige IR-Reflexion

Wärmereflexionsstoff Lu..po.Therm

Der Aufau hat 8 Folien mit Noppen, also Luft eingeschlossen in kleinen Zwischenräumen (Bild 2), dazwischen liegen 5 Folien die zur IR Reflexion beschichtet sind. Die Wirkung kann durch 2 oder 3 Folienlagen erhöht werden. Z.B. Langzeitspeicher

Das Zusammenspiel der drei Transportarten ist hier ideal. Die Noppen reduzieren die Wärmeleitung, die Folie als solche verhindert die Konvektion etwa im Dach zwischen Außen und Innen im Haus. Gerade im Herbst oder Frühling würde der Wind sonst die s. g. „erzwungene Konvektion“ mit Wärmeverlusten nach aussen bewirken. Die Folie kann leicht winddicht montiert, am Rand verklebt werden.

Die Metallisierung auf den Folien führt zu einer kaskadenartigen Rückführung der meisten Strahlungsanteile im Haus. Die genauen mikroskopischen Vorgänge seien hier nicht erläutert, da diese auf die Übergangskoeffizienten α , h wirken, was etwas komplexer ist. Wichtiger sind praktische Ergebnisse.

Untersuchungen von NORMAPME haben bei mehreren Häusern ohne bzw. mit Dämmung (klassisch / IR-Folie) deutlich bessere Dämmwirkung bei der reflektierenden Folie ergeben.

Eigene Anwendungen in den letzten 14 Jahren haben die hohen Einsparpotentiale bei schlankem Aufbau bestätigt.

Da mehrere Folien metallisch beschichtet sind, wirkt dies auch dem Elektrosmog entgegen. All dies erfordert nur eine schlanke Konstruktion im Neubau oder der Sanierung.

Anwendungsbeispiele

Die Folie kann bei Häusern sowohl im Aussenbereich, als auch innen (Bild 3, 4) eingesetzt / angewendet werden. Es wird dann eine Verkleidung auf der freien Seite angebracht, welche die reflektierende Beschichtung vor Witterung (aussen) oder mechanischen Einflüssen schützt. Auch wird dadurch ein klassischer Innenanstrich möglich.

Bei der thermischen Sanierungsmassnahmen kann man mit dem Wandaufbau Platte 1 / Folie(n) / Platte 2 eine schlanke Lösung erreichen, bei weitgehendem Erhalt des alten Grundriss.


Fazit: Wärme die Lu..po.Therm reflektiert, muss nicht mehr gedämmt werden !

Beitrag von Wilfried Jung, A 5144 Handenberg,
Lektorat Dr. Peter Rademacher, Stuttgart

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